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EIN BAUHAUS AM MITTELMEER

17.01.2019
Beginn 19:00 Uhr

Hendricus Th. Wijdeveld, Erich Mendelsohn und das Projekt der europäischen Mittelmeerakademie

Zum Jubiläumsjahr 2019 findet eine zweiteilige Vorlesungsreihe statt, mit der ein kritischer Blick auf das Bauhaus gerichtet wird. Im Zentrum steht die Architektur: Ihre Rezeption, die Migration der Akteure und die Kritik am Bauhaus sind die Themen für Vorträge und Dialoge. Die Reihe wird mit sieben weiteren Terminen im April 2019 fortgesetzt.

ITA HEINZE-GREENBERG, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich:
Inspiriert vom Bauhaus planten der Amsterdamer Architekt Hendricus Wijdeveld und sein Berliner Kollege Erich Mendelsohn zu Beginn der 1930er Jahre eine europäische Kunstschule an der Côte d’Azur. Mit einem von Vertretern der europäischen Avantgarde formulierten multidisziplinären Lehrangebot stellte das Projekt einen engagierten Beitrag von Künstlern zum Prozess der europäischen Integration dar. Der Bezug auf das klassische Erbe des Mittelmeerraumes als Identitätsstifter rekurrierte auf Gedankengut der pensée de midiund der longue durée. Einen historischen Moment lang trug die Vorstellung einer transnationalen Schul- und Werkgemeinschaft in bukolischer Landschaft über die gegenläufigen Tendenzen der Zeit hinweg. Wenngleich dem detailliert ausgearbeiteten Projekt die Verwirklichung versagt blieb, besticht das Unterfangen noch immer durch seine prophetische Qualität, die angesichts der gegenwärtigen Europa-Krise utopische Züge annimmt.

ITA HEINZE-GREENBERG
Studium der Kunstgeschichte und Philosophie in Bonn, zwischen 1984 und 1997 Forschungs- und Lehrtätigkeit am Technion in Haifa sowie an der Bezalel Akademie in Jerusalem, nachfolgend Dozentin an verschiedenen Universitäten in Deutschland, seit 2012 am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich, dort seit 2017 Titularprofessorin für die Architekturgeschichte der Moderne. Zahlreiche Publikationen zur Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts mit Fokus auf dem Neuen Bauen im mediterranen Raum, speziell in Israel, im Kontext von Migrationsforschung, Identitätskonstruktionen und nation building.

Das CCSA ist eine Kooperation zwischen der Goethe-Universität Frankfurt am Main (Kunstgeschichtliches Institut), der Technischen Universität Darmstadt (Fachbereich Architektur) und dem Deutschen Architekturmuseum.

Eintritt 5 € / 2,50 € ermäßigt / freier Eintritt für Studierende der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Technischen Universität Darmstadt

Profession

Typ

  • Vortrag
Kontakt

Deutsches Architekturmuseum
info.dam@stadt-frankfurt.de

Adresse

Schaumainkai 43
Deutsches Architekturmuseum, DAM Auditorium
60596 Frankfurt am Main
Deutschland

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