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SUMMARY:Schrift und Zahl – Die Anfänge in Mesopotamien
DESCRIPTION:Einst brachten die Flüsse Euphrat und Tigris jeden Frühling S
 chmelzwasser aus den Bergen in die Flutebene des Iraks\, und jedes Jahr mu
 sste das fruchtbare Ackerland neu vermessen werden. In der Großstadt Uruk
  entwickelten vor über sechstausend Jahren die Behörden ein Notationssys
 tem von Schrift und Zahl\, mit dem sie sich ihre Welt untertan machten. Wi
 rtschaftliche Berechnungen wollte man möglichst einfach halten. Das Jahr 
 konzipierte man als Einheit von 360 Tagen\, mit zwölf Monaten von 30 Tage
 n\; die Diskrepanz von fünf bis sechs Tagen zum Sonnenjahr wurde als unpr
 oduktive Feiertagsperiode zu Neujahr einfach ignoriert. Die sexagesimale K
 alkulation mit den Faktoren sechs und zehn wurde auf viele andere Lebensbe
 reiche übertragen und hatte eine ganz unerhörte Wirkung darauf\, wie die
  Menschen ihre Umwelt wahrnahmen. Das beständige Schreibmaterial Ton erla
 ubt uns heute tiefe Einblicke in diese längst vergangene und dennoch sehr
  moderne Kultur.Vortragende: Prof. Dr. Karen Radner\, Ludwig-Maximilians-U
 niversität München\, Lehrstuhl für die Alte Geschichte des Nahen und Mi
 ttleren Ostens
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