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Ozeanversauerung: Das andere Kohlendioxid-Problem

01.10.2018

Seit Beginn der Industrialisierung hat der Ozean etwa 30 Prozent allen Kohlendioxids (CO2) aufgenommen, das durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre gelangte. Einerseits verlangsamt das Meer durch diesen unschätzbaren Service den globalen Wandel. Andererseits löst das Gas im Wasser eine folgenreiche chemische Reaktion aus: Kohlensäure entsteht, und der pH­Wert sinkt. Auch die Konzentration der Karbonat­Ionen nimmt ab. Kalkbildende Organismen wie Muscheln, Korallen oder bestimmte Plankton­Arten sind auf genau diese Moleküle angewiesen, um ihre Schalen und Skelette aufzubauen. Viele weitere Meereslebewesen benötigen im saureren Wasser mehr Energie. Gleichzeitig profitieren einige Spezies von dem zusätzlichen gelösten CO2.

Die Reaktionen der marinen Lebensgemeinschaft auf Ozeanversauerung werden die Artenvielfalt im Meer stark verändern. Dies kann auch Konsequenzen für die Nahrungsmittelversorgung haben. Der Kieler Meeresbiologe Prof. Dr. Ulf Riebesell fasst den aktuellen Forschungsstand über „das andere Kohlendioxid­Problem“ zusammen und zeigt auf, wie jeder Einzelne von den Folgen der Ozeanversauerung betroffen sein und zur Lösung beitragen kann.

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  • Vortrag
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